Das Öko-Institut belegt:
Tiefgekühlte Produkte überzeugen auch mit ihrer Klimabilanz

  • Das Deutsche Tiefkühlinstitut e.V. veröffentlicht jetzt erstmalig eine branchenumfassende und auf Primärdaten beruhende Klimabilanz-Studie von Tiefkühlkost.

  • Die Ergebnisse der insgesamt fünf untersuchten Produktkategorien bestätigen: Die Klimabilanz von Tiefkühlkost ist vergleichbar mit der anderer Angebotsformen wie selbst zubereiteten Lebensmitteln oder (un)gekühlten Produkten aus Dose und Glas.

  • Die Umweltauswirkungen der Distribution (Transport und Lagerung) sind hingegen in allen untersuchten Produktgruppen sehr viel geringer als bisher angenommen. Unabhängig von der Angebotsform haben die Rezeptur und die Lagerung bzw. Zubereitung in den Haushalten den größten Einfluss auf die jeweilige Klimabilanz der Produkte.

  • Gemeinsam mit dem Öko-Institut e.V. wird der Verband der Tiefkühlwirtschaft auf Grundlage der Studienergebnisse im nächsten Schritt Bilanzierungsregeln für die Branche erarbeiten. Ziel sind einheitliche Rahmenbedingungen, die den Klimaeinfluss von Tiefkühlkost in einzelnen Produktkategorien messbar und vergleichbar machen.

  • Die Tiefkühlbranche übernimmt seit jeher Verantwortung und wird ihre Prozesse auch in Zukunft auf Grundlage der Klimabilanz-Studie weiter optimieren.

In Zusammenarbeit mit dem Öko-Institut e.V. hatte die deutsche Tiefkühlbranche im letzten Jahr erste Ergebnisse einer umfassenden Klimabilanz-Studie von Tiefkühlkost präsentiert. Mit der jetzt vollständig vorliegenden Studie wird der Klimaeinfluss fünf repräsentativer Produktgruppen von Tiefkühlkost gemessen und mit Produkten anderer Angebotsformen verglichen. Die Studie ist in der Lebensmittelbranche eine der ersten branchenumfassenden Analysen, die auf aktualisierten und konsolidierten Primärdaten der Tiefkühlbranche basiert. Das Deutsche Tiefkühlinstitut leistet damit einen wichtigen Beitrag in der Debatte um die Messbarkeit von Treibhausgasemissionen bei Lebensmitteln.

Jeder Bundesbürger verursacht laut Umweltbundesamt pro Jahr einen durchschnittlichen CO2e-Ausstoß von 11,1 Tonnen. Um nur ein Prozent davon zu erreichen, müsste eine Person beispielsweise 755 Reibekuchen oder 57 Salami-Pizzen im Jahr verzehren. Der tatsächliche durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch eines jeden Bundesbürgers an TK-Pizzen liegt aber bei nur zehn Pizzen pro Jahr.

Tiefkühlkost und Vergleichsprodukte: Ähnlicher Klimaeinfluss

Die Studie bestätigt die im Vorjahr veröffentlichten Zwischenergebnisse: Insgesamt sind die Klimabilanzen der tiefgekühlten Produkte vergleichbar mit denen anderer Angebotsformen, wie (un)gekühlten Produkten aus der Dose beziehungsweise dem Glas oder selbstzubereiteten Lebensmitteln. Carl-Otto Gensch Der am Öko-Institut für die Klimabilanz verantwortliche Bereichsleiter Carl-Otto Gensch macht deutlich: „Tiefkühlprodukte gelten häufig als klimaschädlich. Die Ergebnisse der von uns durchgeführten Studie zeigen jedoch, dass die Klimabilanzen von Tiefkühlkost und ihren Vergleichsprodukten auf einem Niveau sind.“ So sind zum Beispiel die Klimabilanzen von tiefgekühlter Salami-Pizza, (un)gekühlter oder selbstzubereiteter Pizza vergleichbar; und auch tiefgekühlte Erbsen liegen mit ihren Ergebnissen in der gleichen Größenordnung wie Produkte aus der Dose oder dem Glas. Neben anderen Vorteilen, wie einer schnellen und unkomplizierten Zubereitung bei maximaler Frische, stellt Tiefkühlkost demnach in Bezug auf die Klimabilanz eine gute Alternative dar. Zudem wirkt Tiefkühlkost durch eine bedarfsgerechte Portionierung der Verschwendung von Lebensmitteln entgegen.

Größter Klimaeinfluss: Rezeptur und Zubereitung

Insgesamt ist es nicht die Angebotsform per se, die auf eine gute oder schlechte Klimabilanz schließen lässt. Geringfügige Unterschiede der Treibhausgasemissionen bei diversen Produkten sind für die Gesamtbetrachtung nicht signifikant, sondern laut Öko-Institut untersuchungsbedingte Ergebnisbandbreiten. Viel entscheidender sind die Produktzusammensetzung, das Einkaufsverhalten, die Lagerung im Haushalt und die Zubereitung. Um durch einen nachhaltigen Konsum einen Beitrag zu leisten, kann der Verbraucher zum Beispiel auch durch einen gezielten Wocheneinkauf seine Einkaufsfahrten reduzieren bzw. effizienter gestalten – bei kurzen Wegen auch mal mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Supermarkt, anstatt immer mit dem Auto. Wichtig ist auch die Nutzung effizienter und umweltschonender Haushaltsgeräte bei der Zubereitung. „Entscheidend ist, wie der Verbraucher mit dem Produkt umgeht und welche Rohstoffe zum Einsatz kommen und nicht, ob das Lebensmittel tief-, oder (un)gekühlt beziehungsweise gar selbst zubereitet wird“, so Gensch.

Weitere wichtige Erkenntnisse: Generell hat die Distribution (Transport und Lagerung) einen sehr viel geringeren Anteil an den Klimaeinflüssen entlang des Produktweges als häufig angenommen. In allen bilanzierten Produktgruppen weist die Distribution in den Handel die niedrigsten Werte an Treibhausgasemissionen auf. Bei Hühnerfrikassee und Pizza liegt der Anteil an der Gesamtbilanz zum Beispiel bei lediglich zwei beziehungsweise sechs Prozent.

Auch die Produktion von Großmengen wirkt sich positiv auf die Klimabilanz aus: In der Lebensmittelindustrie wird kaum anders gekocht als zuhause. Allerdings machen die großen Mengen, die täglich zubereitet werden und der Einsatz hochtechnischer Geräte den Kochprozess wesentlich energieeffizienter, als es in den eigenen vier Wänden überhaupt möglich ist. Außerdem verfügen die meisten Produktionsstätten über so genannte Wärmerückgewinnungssysteme, dies bedeutet, dass die verbrauchte Energie wieder nutzbar gemacht wird und anderweitig zum Einsatz kommt, zum Beispiel zu Heizzwecken.

Tiefkühlbranche: Systematische Messbarkeit und Transparenz durch Bilanzierungsregeln

Mit dem Ziel, dem Verbraucher am Ende eine verbesserte Vergleichbarkeit zwischen den im Supermarkt erhältlichen Produkten bieten zu können, plant der Branchenverband im nächsten Schritt einheitliche Rahmenbedingungen und Regeln für weitere Maßnahmen zur Senkung der Treibhausgasemissionen von Tiefkühlprodukten zu erarbeiten. Udo Perenz „Die Unternehmen sind schon länger aktiv und arbeiten permanent an Optimierungsmaßnahmen“, so Udo Perenz, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Tiefkühlinstitutes, er ist überzeugt: „Nur auf Grundlage einer wissenschaftlich fundierten Methodik können Klimaeinflüsse und Nachhaltigkeitsbemühungen von Unternehmen transparent verglichen und dem Verbraucher glaubhaft kommuniziert werden.

Als Hersteller nehmen wir unsere Pflicht dabei sehr ernst und werden unsere Aktivitäten auf Grundlage der Studienergebnisse kritisch analysieren und weiterentwickeln.“

Gemeinsam mit dem Öko-Institut e.V. wird das Deutsche Tiefkühlinstitut nun im nächsten Schritt Bilanzierungsregeln zur Bewertung der Klimaeinflüsse bei der Produktion von Tiefkühlprodukten für die Tiefkühlbranche erarbeiten. Diese sollen auch kleinere Unternehmen bei der Durchführung von Klimabilanz-Analysen unterstützen. Ziel ist es, eine einheitliche Basis für alle Unternehmen zu schaffen, um die Treibhausgasemissionen während des gesamten Produktlebensweges eines Tiefkühlproduktes erfassen, analysieren und bestenfalls verbessern zu können. Außerdem wurden auf Basis der neuen Erkenntnisse Verbraucher-Tipps für den klimafreundlichen Umgang mit Tiefkühlprodukten entwickelt.


Deutsches Tiefkühlinstitut e.V. (dti)

Das Deutsche Tiefkühlinstitut mit Sitz in Berlin ist die Kommunikations- und Informationsplattform der deutschen Tiefkühlwirtschaft. Gegründet im Jahr 1956 zählt das Deutsche Tiefkühlinstitut rund 180 Mitglieder aus der gesamten Tiefkühlkette: von der Herstellung, über den Vertrieb bis hin zum Verkauf tiefgefrorener Lebensmittel an die Privathaushalte und die verschiedenen Bereiche der Außer-Haus-Verpflegung. Zu den Unternehmen zählen bedeutende Firmen in Deutschland sowie aus dem Ausland, sofern diese im deutschen Markt tätig sind.


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Die Klimabilanz wurde erstellt in Zusammenarbeit mit

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Tiefkühlkost und Klimaschutz: Tipps und Tricks für einen klimaschonenden Umgang mit Tiefkühlkost

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